Ich wollte einfach mal ein Thema eröffnen, weil mich interessiert, wie ihr zum Thema Bourbon & RYE steht.
Ich stelle immer wieder fest, dass Bourbon für mich so etwas wie der Einstieg in viele andere Spirituosenwelten war. Über Bourbon kam ich zum Armagnac und von dort aus schließlich auch zum Rum. Ich glaube, diese Entwicklung können viele hier gut nachvollziehen. Und gerade im Sommer greife ich abends immer wieder gerne zu einem guten Glas Bourbon.
Besonders faszinieren mich die alten Bourbons aus den Siebzigern. Diese sogenannten Dustys haben für mich einfach etwas Magisches. Natürlich spielt Nostalgie eine Rolle, aber ich glaube nicht, dass es nur daran liegt. Damals wurde oft anders produziert. Andere Hefestämme, andere Getreidesorten, andere Lagerbestände und vor allem eine ganz andere Marktsituation.
In den Achtzigern wollte plötzlich kaum noch jemand Bourbon trinken. Viele Brennereien saßen auf riesigen Lagerbeständen. Was damals ein wirtschaftliches Problem war, ist heute für uns Sammler ein unglaublicher Schatz. Genau aus dieser Zeit stammen viele der Flaschen, die heute als absolute Legenden gelten.
Ich trinke zwar auch gerne aktuelle Abfüllungen, aber immer wenn ich die Gelegenheit habe, eine ältere Flasche zu probieren, werde ich daran erinnert, warum ich Bourbon so liebe. Diese Tiefe, diese Öligkeit und manchmal diese unglaubliche Balance aus Süße, Eiche und Gewürzen findet man heute nur noch selten.
Mich würde interessieren, wie es euch geht.
Habt ihr eine Lieblingsbrennerei?
Gab es einen Bourbon, bei dem ihr gedacht habt: Genau deshalb liebe ich amerikanischen Whiskey?
Oder seid ihr eher Team modern und findet, dass die aktuelle Generation mindestens genauso gut ist?
Ich freue mich auf eure Geschichten!





