Bread is never a diat ! ![]()
So, nach einer kräftezehrenden Rückfahrt und nach 2 Stunde Schlaf ein erster Resümee. Es wird erstmal kein Resümee geben, dass wird den ein oder anderen Tag dauern, die gemachten Erfahrungen zu sortieren und zu verarbeiten. Aber einst steht für uns alle fest, es wird nicht der letzte Besuch im Armagnac gewesen sein ![]()
Amen.![]()
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Na dann überlegt euch doch schonmal nen Namen für euer Independent Bottler Label ![]()
PS: Da möchte ich bitte nen Abo oder in den “Members Club” ![]()
Klingt nach einem funktionierenden Geschäftsmodell. ![]()
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Wäre auch dabei. ![]()
Thanks for this thread guys. It looks like one hell of a trip, well worth the RumX community standard
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So, jetzt ist es eine Woche her, das wir von unserem Trip aus dem Armagnac zurück sind und sich die Eindrücke gesetzt haben. Daher denke ich ist es Zeit für ein Fazit.
Um ehrlich zu sein bin ich ohne große Erwartungen an die ganze Sache herangetreten. Mit 5 anderen Personen, von denen man 4 nur flüchtig gekannt hat,eine Woche intensiv und auf engem Raum zusammenzuleben - da kann auch viel schief gehen. Aber eine verbindende Leidenschaft für ein Hobby bringt wohl nur Menschen zusammen, die einfach harmonieren. Auch in diesem Fall. Es war eine so harmonische Woche, wo alle ihre Stärken eingebracht haben und an einem Strang gezogen haben. Das hatte ich ganz ehrlich so nicht erwartet. Danke an @Thunderbird, @Leo, @Chris2302, @Freddi_di_Mare und seine Hannah. Ihr seid echte Herzensmenschen für mich geworden und ich werde diese Woche immer in bester Erinnerung behalten.
So jetzt aber zum wesentlichen. Das letzte Mal war ich vor knapp 20 Jahren in Frankreich und hatte es in nicht so guter Erinnerung. Stolze Franzosen, die nicht so Bock auf Touristen haben, die der französischen Sprache nur rudimentär mächtig sind. Dieses Mal war das komplett anders. Die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Menschen in der Gascogne war wirklich zu jeder Zeit spürbar. Der Besuch bei Marion (Pouteou) war wie ein Besuch bei guten Freunden. Sie ist so ein toller Mensch, der zum Glück für uns auch noch fantastischen Armagnac herstellt. Hier sollte wirklich jeder mal die ein oder andere Abfüllung probieren. Auch der Besuch bei Hontambere war faszinierend, Sylvain der Kellermeister hat es wirklich drauf und hat uns ganz spannende Fassproben zum Probieren gegeben. Da wird in Zukunft ganz viel tolles kommen.
Aber die absolute Krönung war für mich der Besuch bei Alexandre von Ladevéze. Er ist wirklich ein Miraculix und hat meine Leidenschaft für Armagnac auf ein komplett neues Level gehoben. Armagnacs wie von ihm hatte ich vorher so noch nie im Glas. Am liebsten hätte ich jedes Fass von ihm probiert. Ich habe mich hier wirklich geärgert, dass ich nicht mehr mitgenommen habe. Aber ich stehe mit ihm in Kontakt und versuche möglichst einige Samples zu bekommen. Werde auch versuchen dann in Zukunft mehr Abfüllungen von ihm hier zu teilen, weil man außerhalb und sogar innerhalb Frankreichs nur sehr schwer an seine Sachen kommt. Man hat wirklich jede Sekunde gespürt, das Alexandre für Armagnac lebt. Und das hat mich echt begeistert. Auch heute noch
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Und zum Abschluss kommt dann auch noch Mika von Swell de Spirits suf einem Besuch vorbei und nimmt dafür jeweils 2 Stunden An- und Abfahrt in Kauf um uns zu treffen. Und man hat gemerkt wie wichtig ihm auch unsere Meinung ist. Das ist mehr als nur eine rein geschäftliche Beziehung. Schön zu sehen, dass es sowas in diesem Business auch noch gibt.
Alles in allem eine ganz fantastische Woche, wo alle dazu beigetragen haben, dass sie unvergesslich bleiben wird. Und das nur im positiven Sinne.
Ganz besonderen Dank nochmal an @Chris für die Idee und an @Leo, dass er die Idee aufgegriffen hat und den Großteil der Orga, was Anreise und Unterkunft betrifft, übernommen hat. Auf ein neues im nächsten Jahr, das steht die mich fest.
Sorry, wenn es was länger geworden ist, aber ich habe schon versucht mich kurz zu fassen
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Schönes Wochenende euch allen…
Wann kommt der Armagnac RumX (selected by @BananaJoe) auf den Markt eigentlich?
Viel Spaß beim verkosten ![]()
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Viel Spaß dabei und lass uns mal wissen wie sie dir schmecken ![]()
Merci
vielmals @Leo
Weil ihr bestimmt noch nicht genug habt und jetzt auch die hochwertigen Bilder von @Thunderbird fertig bearbeitet sind, kommen jetzt noch meine Reiseeindrücke. Ich gliedere das Ganze nach Tagen/Domaines, weil euch die Reisetage sicherlich nicht sonderlich interessieren werden.
Domaine de Pouteou - Besuch bei Marion Tarbe
Der erste Tag ging direkt mit dem für mich wichtigsten Besuch in der Gascogne los. Marion und ihren Mann durfte ich bereits beim Dinner für die Aussteller des GAF 2025 kennen lernen und man spürte sofort die tolle Chemie. Als ich dann letztes Jahr beim GAF ihre Produkte probieren konnte, war ich sprachlos aufgrund des genialen Preis-Leistungs-Verhältnisses. Immer wieder schüttelte ich den Kopf, aufgrund der zu niedrigen Preise in meinen Augen. Selbst für Armagnac-Verhältnisse bewegen wir uns hier wirklich im günstigen Bereich. Dieses Jahr beim GAF 2026 konnten wir dann noch zusätzlich ihren Floc de Gascogne (ein für die Region typischer Süßwein bestehend aus 1/3 junger Armagnac und 2/3 Saft auf Traubenmost) kennenlernen, wodurch auch die zu Hause verbliebenen Ehefrauen unserer Reisegruppe großer Fan ihrer Abfüllungen wurden. Die Bestellscheine waren also schon vorher mit einigen Must-Haves befüllt.
Der Besuch auf ihrer Domaine unterlag somit einer hohen Erwartungshaltung, welche für mich schlussendlich noch übertroffen wurde. Von der ersten Sekunde an fühlte sich der Besuch bei Marion nicht wie ein Geschäftstermin oder Einkauf an, sondern wie ein Ankommen bei Freunden. Wir saßen 4 Stunden mit ihr gemeinsam am Tisch und quatschten über Gott und die Welt. Ihr Onkel kam später dazu, weil er sich wunderte, dass Kunden so lange bleiben würden. Auch mit ihm konnte ich mich kurz über ihre tolle Domaine, die er mit aufgebaut hatte, austauschen. Aber Marions Herzlichkeit ist für mich Sinnbild des Eindrucks den wir von der gesamten Bevölkerung in der Gascogne hatten.
Pouteou verfügt über eine eigene Alambic und brennt selbst ihren Armagnac. Dazu gibt es ca. 50 Hektar Weinanbaufläche bestehend aus Baco und Folle Blanche. Die “regulären” Flaschen bestehen zu 100% aus Baco, seit 1994 gibt es auch Versionen aus 100% Folle Blanche. Uns wurden drei Keller bzw. Scheunen gezeigt, welche randvoll mit Fässern waren. Insgesamt sollen es ca. 850 Fässer sein.
Der erste Keller war für die jungen Armagnacs reserviert, welche in frischen/neuen Fässern arbeiten durften. Der Geruch und die Atmosphäre war umwerfend. Von außen sah das Ganze auch eher wie eine verlassene Bauernscheune aus. Im zweiten Keller dann ein ähnliches Erscheinungsbild, hier kam der Armagnac aber nach seiner wilden Zeit rein um in älteren Fässern weiter zu reifen.
Der spannendste Keller war natürlich der letzte Keller mit den ältesten Jahrgängen. Dieser befand sich im Haupthaus der Domaine und war dadurch erheblich robuster gebaut. Ihr seht auf den Bildern ein Haus, wie man sich wohl ein südeuropäisches Landhaus vorstellt. Daher war dieser Keller auch spürbar kühler (und vermutlich auch trockener) um die Reifung zu entschleunigen für diese alten Jahrgänge. Jahrgänge älter als die 1970er waren bereits hinten im Regal in Demi-Johns eingelagert um weitere Reifungseinflüsse durch Holz zu unterbinden.
Wir probierten uns wirklich quer durch das Sortiment vor Ort. Im Kopf blieben uns dabei viele außergewöhnliche Jahrgänge. Für mich waren die Jahrgänge der 1981, 1982, 1984, 1990, 1994 im Baco herausstechend. Im Folle Blanche dann das Gegenteil. Besonders die jüngsten Jahrgänge 2010 und 2011 überragten die Anderen. Uns war sofort klar, dass wir hiervon eine Magnumflasche für den Rest der Woche mitnehmen mussten. Und auch jetzt zu Hause reizen diese jungen Folle Blanches am meisten. (Eventuell hört man da ja noch von anderen Abfüllern in nächster Zeit was. Das junge Folle Blanches sehr gut sind, hat sich inzwischen herumgesprochen.) Auch aufgrund ihrer Vielseitigkeit. Sie geben unserem eigens kreierten Longdrink Floc-Around-The-Clock nochmal die nötige Tiefe und Fruchtigkeit. Alte Armagnacs (gerade Baco und Ugni Blanc) haben diese holzige Rosine, Weinkeller, Trauben, “Demerara”-Note, welche toll ist, aber eben gleichbleibend. Bei den jungen Folle Blanches passiert dahingehend etwas mehr im Glas.
Nachdem Teile der Gruppe auch vom Wein der Domaine überzeugt wurden, blieb uns dann nochmal der Mund offen stehen. Ein Sixpack Wein kostete 22€ Hofpreis für uns. Der 5l-Sack nochmals günstiger. Hier wurde also an allen Fronten zugeschlagen. Die Weine der Domaines in der Gascogne würde ich zu deutsch als Hauswein beschreiben. Wer also einen gelagerten Barolo oder VDP-Mosel-Riesling erwartet ist hier falsch am Platz. Die Wein schmecken beim Grillen mit Freunden am Besten. Und diesen Platz hatten die Weine bei uns auch.
Zu den zahlreichen Geschenken die wir Marion aus Deutschland mitbrachten, konnte ich es mir auch nicht nehmen lassen, den einzelnen Teilnehmern unserer Gruppe eine kleine Flasche 1990er Armagnac mit individuellem Etikett dieser Domaine hier zu schenken. Die Resonanz war umwerfend positiv und ich war froh mich für diese Geste bei dieser Domaine entschieden zu haben.
Am Ende durften wir uns dann noch in die wirklich alten Jahrgänge vorprobieren und konnten alle einen 1952er testen. Einige wenige Flaschen durften wir davon sogar erwerben, was für uns ebenfalls toll war, da diese alten Jahrgänge eigentlich nicht mehr für den Verkauf gedacht sind.
Wandertag - Domaine de Pajot und Domaine de Juglaron - Besuch bei Armagnac Duffau
Am 2. Tag unserer Reise entschlossen wir uns ohne ganz genauen Plan dazu die direkte fußläufige Umgebung unserer Unterkunft bei Éauze näher zu erkunden. Google Maps zeigte unzählige kleine und unbekannte Domaines im direkten Umkreis an. Also gesagt, getan. Obwohl die Straßenverhältnisse nicht fußgängerfreundlich waren und die Temperaturen langsam deutlich anstiegen, konnten wir unseren Plan gut umsetzen und diese wunderschöne Region auf eigenen Füßen erkunden.
Zuerst kamen wir bei der Domaine de Pajot an. Diese Domaine war ganz eindeutig mehr auf den (Bio-)Weinbau fokussiert und wir erlebten überraschte Gesichter, dass wir uns wirklich für Armagnac interessieren. Diese Reaktion war jedoch immer ähnlich. Die Einheimischen fanden es erst befremdlich, aber dann höchst bewundernswert, dass wir ihrem (richtigen) Armagnac solche Beachtung schenkten. Auch hier konnten wir schnell klar machen, dass wir nicht an weißem Armagnac oder dem Standardzeugs Interesse hatten, sondern uns die alten Jahrgänge und besonderen Abfüllungen interessieren. Davon hatte diese Domaine nur 3 Stück. Der Wein gefiel mir allerdings durch die Bank weg wieder sehr gut und ich bereue es, dass wir nur eine Flasche mitnahmen. Diese überlebte den Abend leider nicht und ich konnte bisher noch keinen Importeur in Deutschland finden. Und für direkte Bestellungen nach Deutschland sind diese Domaines eindeutig zu klein.
Weiter ging es zur Domaine de Juglaron, welche von der Familie Duffau betrieben wird. Wir fanden ein malerisch gelegenes und wunderschönes altes Landhaus vor mit entsprechenden Produktionshallen drumherum. Zuerst menschenleer, konnten wir nach kurzem Telefonat, die Ehefrau einer der beiden Brüder treffen, welche die Domaine betreiben. Als sie die von außen so modern wirkenden Lagerhallen öffnete, trauten wir unseren Augen kaum. Riesige Fuderfässer an den Wänden und in der Mitte eine große Zahl an regulären 420 Liter-Fässern. Dazu beim schnellen Blick auf die Schilder Jahrgänge zurück bis in die 1970er. Genau danach hatten wir gesucht. In der Verkostung und Präsentation überzeugten uns die ältesten Jahrgänge am meisten. Auch hier hatte ich das Gefühl, dass der Wein der Fokus der Domaine war und Armagnac eine nette Nebenspielerei. Auch zeigte sich im Laufe des Gesprächs, dass wir als Spirituosen-Nerds sicher nicht die Zielgruppe dieses Armagnacs waren, sondern Kunden in Fernost und Luxus-Airlines, welche eher auf schöne Flaschen und Verpackungen schauen als auf die Inhalte. Umso mehr erfreute es unsere Gastgeberin, dass wir ehrliches Interesse an ihren Spirituosen hatte und auch hier erlebten wir wieder eine tolle Herzlichkeit. Leider konnte Sie aufgrund fehlender Ahnung uns nicht tiefer in die Produktionshallen führen. Ich bin mir sicher mit etwas Anmeldung wird man hier eine noch bessere Erfahrung bekommen, die sicher auch in weiteren Schätzen münden könnte. Wir fanden den 1976er und 1979er bemerkenswert.
In einer großen Runde nach Hause durchquerten wir Éauze zu Fuß und sahen so einiges von der Umgebung, was sonst im Auto nur vorbeifliegt.
Das liest sich so,.als wäre man dabei gewesen. Ach, Moment…![]()

























