D: Stufenweise Erhöhung der Alkoholsteuer 2027-2029?

Es werden in Deutschland Steuererhöhungen auf Alkohol in den nächsten Jahren diskutiert.
Augsburger Allgemeine: Höhere Steuern auf Tabak, Alkohol, Zucker: Wie viel Verbraucher bald mehr zahlen

Höhere Steuern auf Tabak, Alkohol, Zucker: So viel müssen Sie bald mehr zahlen

Spirituosen könnten über drei, Zigaretten fast zwei Euro teurer werden: Der Reformaufschlag der Regierung wird sich beim Einkauf bemerkbar machen. Die Pläne sind nicht fix, Vorschläge aber liegen auf dem Tisch.
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Im Moment liegt die Steuer pro Liter reinem Alkohol bei 13,03 Euro. Die Kommission schlägt vor, diesen Satz in den Jahren 2027, 2028, 2029 um jeweils 5,50 Euro, 3,50 Euro und 4 Euro anzuheben. Unterm Strich wäre das fast eine Verdopplung der Steuer.

Kalkulation 1: Aufschlag für 0,7l-Flasche, 40% Alkohol, 19% MWSt, 30% Händerspanne:
2027: Steuer pro l (100%):5,50€ → Steuer pro 0,7l (100%):3,85€ → Steuer(pro 0,7L (40%) 1,54€ → Mit MWSt: 1,83€ → mit 30% Händlermarge: 2,38€ Zuschlag
Analog für 2028 (5,50€+3,50€=9€ ): 3,90€ Zuschlag
Analog für 2029 (5,50€+350€+4,00€ = 13€): 5,63€ Zuschlag

Kalkulation 2: Aufschlag für 0,7l-Flasche mit 57% (100 British Prof, Region Fassabfüllung), 19% MWSt, 30% Händlermarge:
Aufschlage bei Flaschen mit 57% (100 Britisch Proof):
2027: 3,39€ Aufschlag
2028: 5,56€ Aufschlag
2029: 8,02€ Aufschlag

Kalkulation 3: Jamaicanischer, ungelagerter Overproof wie Wray & Nephew mit 63% Alkohol, 0,7l-Flasche:
2027: 3,75€ Aufschlag
2028: 6,14€ Aufschlag
2029: 8,67€ Aufschlag

(Ist die Kalkulation ungefähr passend? Habe ich die Händlermarge mit 30% realistisch angesetzt, habe ich andere Aspekte vergessen?)

Welche Auswirkungen erwartet ihr?

Für günstige Rums und insbesondere ungelagerte Overproof-(Cocktail-)Rums ist der Preisaufschlag spürbar. Für die teureren Rums sollte der Preisaufschlag anteilig weniger ins Gewicht fallen. Oder steigen diese überproportional mit, um den Abstand auf die “Billigrums” zu halten?

Wie werden Händler mit einem teureren und deshalb schrumpfenden Markt umgehen? Ignorieren, weil eh nur die Discountkunden überfordert sind, nicht aber die Premium-Kunden? Stärker ins Premium- oder Alkoholfrei-Segment einsteigen? Reihenweise schließen?

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