Ein “neues” Hampden Mark für die Whisky Live Paris dieses Jahr
PLANTERAY 2022 BARBADOS
289g d’esters
64%
Élevé en fûts de bourbon sous climat tropical, puis affiné en France, ce rhum est issu de la collection Prestige Cellars d’Alexandre Gabriel. Une édition numérotée, pensée pour les amateurs de pièces rares.
180 bouteilles disponibles
The R <> H marque was introduced with the Triple Entente Hampden RX18952. Top of my head it pays tribute to Ruth Hussey. So indeed not a new marque, but still the newest.
The RX18952 was also a 2024 distillate so it probably came from the same run. Personally I felt less enthusiastic about this marque. Let’s hope the aged version is better.
I believe there was an exclusive bottling for auction in the magnum serie with that mark last year
Edit : indeed, 2023 vintage, auction for the WLP25
Statt Vögelchen jetzt Schmetterlinge und nächstes Jahr dann Blümchen ![]()
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That one was super disappointing though IMHO.
Ich habe mal den Verlauf mitgelesen und bin total fein mit Kritik jeglicher Art. Ich kann auch nachvollziehen, wenn einem Marketingtexte, die über das simple Beschreiben von Tasting Notes hinausgehen, persönlich nicht liegen. Ist wie alles Geschmackssache.
Ich kenne beide Seiten. Zum Einen die des Genießers und verrückten Sanmlers, der seit 15 Jahren Spirituosen trinkt und als einfacher Angestellter schon Flaschen im wahrschl. 6-stelligen Gesamtbetrag aufgerissen hat.
Auf der anderen Seite war ich fast 5 Jahre Independent Bottler, und habe den kompletten Prozess einmal von oben bis unten durchgespielt:
Zollwahnsinn. Logistikwahnsinn. Partner die ausfallen. Unfälle. Produktionsfehler. Leakende Fässer. Überzogene Anspruchshaltungen mancher Kunden (zum Glück nur Einzelfälle). Steigende Preise. Sündhaft teure Reisen vor Ort zu den Brennereien. Umfüllen weil Flaschen falsch gelabelt wurden. Sprachbarrieren. Messediebstahl. Ungeplante Kostenpostitionen ohne Ende.
Ich rate JEDEM Aficionado mal in diese Welt einzutauchen. Es lehrt vor allem eins: Demut.
Das sind mit auch Gründe warum ich aus diesem Business aktiv ausgestiegen bin und mich nur noch auf meine Leidenschaften “Probieren/Selektieren und Konzipieren” konzentriere, mit dem allergrößten Respekt für die Kollegen, welche den Stab noch weitertragen.
Fazit:
- Ich kann nicht für die riesigen Brands sprechen. Fakt ist: Kein Indiebottler fährt mit nem Ferrari durch die Gegend und köpft Champagnerflaschen auf nem Boot in St. Tropez.
Die Margen sind bescheiden. Es gibt Importeure, und Shops dazwischen, die alle verdient mitverdienen.
Keiner macht hier nen Reibach. - In den meisten Fällen steckt Leidenschaft dahinter
- Design und Marketing schlagen sich marginal bis garnicht auf den Endkundenpreis aus. Brutale Fasspreise + Logistik sind mit Abstand die größten Kostentreiber.
(Es gibt natürlich immer Ausnahmen wie ein Macallan oder Neisson, die irgendwas in nen fancy Dekanter packen und 50.000€ dafür verlangen. Aber auch hier: warum nicht? Gibt genug Nachfrage dafür. Einfach weiterziehen)
Wenn ich dann immer wieder mal von “überzogenen” Preisen lese, weiß ich nicht was ich denken soll. Ich versuche ea dann im Kopf immer als “Unwissen” zu verbuchen und fahre damit, ohne nachhaltigen Frust aufzubauen, gut weiter.
Wenn man sich bei Flaschenpreisen zwischen 100-200€ wohlfühlt, ist doch super. Dann bekommt man vielleicht (noch) relativ günstig komplexen, gereiften Stoff.
Man darf bei dem ganzen nur nicht vergessen, Fasspreise verhalten sich bei steigendem Alter EXPONENTIELL, nicht linear.
Alter kostet. Die Inflation über die Jahre dabei nicht vergessen.
Wenn man nicht bereit ist, das zu zahlen, dann ist das absolut cool. Für jedes “Level” gibt es Leute die bereit sind, für die paar Prozent mehr Experience einen Aufschlag zu zahlen. Das macht die Vielfalt aus.
Und wer jetzt gen Armagnac oder Cognac mit ihren günstigen Preisen schielt:
Cognac erlebt gerade die größte Krise der letzten 100 Jahre. Wenn jemand ein 50 Jahre altes Single Cask für einen kleinen dreistelligen Betrag raushaut, dann i.d.R. nicht weil er damit gut leben kann, sondern weil er oftirgendwie seine letzte Existenz zusammenkratzen muss. Ich hatte schon weinende Produzenten in der Leitung.
Zu Armagnac. Viel zu günstig! Viele Produzenten haben von manchen Jahrgangen gerade mal 2-3 Fässer, manchmal gar keine mehr. Und dann sind die Fässer oft nichtmal mehr gut und müssen verblendet werden.
Viele haben keine Ahnung wie man eine Brand und ein nachhaltiges Business aufbaut, weil es immer schon so gemacht wurde, und hangeln sich von Jahr zu Jahr.
Oft auch so günstig weil die Nachfrage einfach auch noch nicht so hoch ist. Nutzt das, solange es geht. Aber supportet auch, wenn es nicht mehr so ist. Am Ende muss es Spaß machen, aber auch bisschen was rumkommen.
Habt ne tolle Restwoche und Salute!![]()
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Rob
P.S. Eine neue Spirituosenserie von mir und Distilia steht in den Startlöchern. Absolut abgefahrene, spannende Fässer.
P.S.S. Sie werden definitiv NICHT billig, sondern werden entsprechend den geltenden Fasspreisen kosten![]()
Kurzfassung: Bei uns im Rheinland sagt man “Jeder Jeck ist anders”
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Danke Rob für deine Ausführungen.
Du sprichst mir mit ein paar Punkten als knapp 10 Jahre in der Szene Arbeitendem aus der Seele. Insbesondere den Punkt mit den niedrigen Margen ist denke ich den wenigsten hier bewusst.
Ein guter ehemalige Kunde von mir hat hier früher in Pforzheim ein Geschäft passend zu dem Beispiel mit dem Namen “Stoff & Schnaps” (Designer Klamotten und Alkohol und Bar Zubehör) gehabt. Joa nach 2 Jahren knapp meinte er dann zu mir warum er noch wegen maximal 10€ Verdienst an einer Flasche Gin (35/40€ UVP) Schnaps verkaufen soll wenn er an einem Designer Pulli bei 100€ UVP eben 60€ und mehr Gewinn erzielt…
Was dann von beiden Themen überlebt und weiter noch läuft könnt ihr euch denken..
Die Margen sind fast nirgends geringer wie bei Alkohol leider.
Zu allem anderen regiert am Ende sowieso Angebot und Nachfrage und der Markt reguliert sich mehr oder weniger selbst.
Witzig, als ehemaliger Pforzheimer kenne ich Stoff & Schnaps noch ziemlich gut![]()
Habe da oft nen Gin Tonic gezischt (und bei Gin sind die Margen im Vergleich zu gereiften Spirituosen noch um ein Vielfaches höher!).
Ja der Laden war konzeptuell unfassbar cool. Jan auch super Typ mit seinem Goldjunge Gin. Hab mit ihm immer gewitzelt er soll das Lied hier abspielen wenn jemand in den Laden kommt:![]()
https://youtu.be/OaSEGZ3Xe_E?is=PI0n5g9BOxBDwTAw
Aber das wird jetzt sonst zu sehr off-topic.![]()
Und ja Gin mittlerweile insbesondere ist die Marge echt im Arsch weil halt mittlerweile jeder Dorf Depp (bitte keiner persönlich nehmen) verstanden hat das es im Endeffekt nur mit Wacholder aromatisierter vodka is und keine 50€ 0,5L oder auch mehr kosten muss (und nicht sollte!).![]()
Naja, 10 € Verdienst bei Flaschenprei von 40€ sind 25%, wenn ich das jetzt auf eine Flasche von 1050€ hochrechne sind das mehr als 250€. Sooooo schlecht jetzt nicht, wie ich finde. Aber am Ende des Tages muss ja eh jeder selber entschieden, wie viel Geld es einem Wert ist ![]()
So einfach lässt sich das nicht pauschalisieren mein lieber.
Das war jetzt einfach nur ein möglichst einfaches Beispiel. Und dann zieh Mal MwSt, Alkoholsteuer, Aufwand, Logistik etc ab.
Aber die Diskussion wird sonst endlos weiter gehen. Das führt zu nix. Wollte in Kurzversion nur Rob beipflichten.
Ja ist klar, wollte damit auch nur zum Ausdruck bringen, das für die Bottler ja das gleiche gilt wie für uns Käufer. Wenn die Margen zu klein sind und man davon nicht leben kann, muss ich mir halt was anderes suchen. Analog zu, wenn die der Rum zu teuer ist, kannst du ja auch was billigeres kaufen ![]()
Manchmal tut man Dinge aus der Passion heraus, nicht um reich zu werden sondern um Dinge mit der Welt zu teilen.
Zum Reich werden, müsste man sich tatsächlich etwas anderes suchen : “Wer dem Geld dient, wird nie sein eigener Herr.”
Danke für deine Ausführungen. Das mag ja alles nicht falsch sein, wahr scheint mir aber auch zu sein, dass die Margen bei bestimmten Abfüllern kräftig gepusht wurden. Vor wenigen Jahren konnte man noch Abfüllungen von Savanna, die nicht unbedingt schlechter waren als die aktuellen Abfüllungen, zu vernünftigen Preisen bekommen (auch von IBs). Saint Lucia fliegt glücklicherweise noch immer unter dem Radar und man bekommt sehr komplexe Tropfen immer noch zu teilweise sehr guten Preisen. Und ein Kracher wie der Monymusk MSR 2007 mit 17 Jahren tropischer Reifung scheint sich auch heutzutage mit Preisen um die 100$ noch zu rechnen.
Prinzipiell muss also guter/komplexer Stoff nicht teuer sein. Was dann z. B. Maine daraus macht für die IBs steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber man muss als jemand, der den Rum auch trinkt ja nicht jeden Preis mitgehen - vor allem, da nicht wenige IBs den “Collector” als Melkvieh ausgemacht zu haben scheinen. Zumindest, wenn man die eine oder andere Werbemail bzw. das Marketing betrachtet.
Mal abgesehen davon ist älter auch nicht automatisch gleich komplexer oder besser. Als wir dieses Jahr auf Jamaica zusammen mit dem Team vom Hampden unsere Mitbringsel probierten war ich mir mit einem Mitarbeiter von Hampden der sagen wir mal wissen muss wovon er spricht einig, dass der FRC C<>H 2007 bei weitem der beste der gesamten Auswahl war - noch vor dem Clarendon MSR 2007 und auch vor dem Rumclub C<>H von 1990. Hampden muss wild sein und mittelalter Hampden schlägt definitiv und nicht nur für mich die älteren, meinetwegen etwas komplexeren aber auch langweiligeren Abfüllungen.
“Komplexer aber langweiliger” … Das ist mal ein Statement ![]()
. Geil … Das kann nur ein wahrer Nerd schreiben
.
Ich kann dich beruhigen… Sammler sind immer Melkvieh ![]()
. Das ist nicht nur bei Spirituosen so… Ich sammel Vinyl. Ich bekomme schon Zuckungen, wenn das gleiche Album, was ich schon zweimal im Schrank habe, neu gepresst wird, aber dieses mal hat das Vinyl bunte Sparkel
. That is part of the game. Ich verstehe deine Punkte, aber den Leuten die bereit sind zu zahlen, gönne ich es das ihnen etwas der Hof gemacht wird
.
P.S. das mit Hampden finde ich super spannend. Welche FRC Abfüllung hattet ihr mit?
Nö, ist ja alles fein und ich will da auch niemandem etwas madig machen. Aber wenn ich von z. B. von Distilia oder CoR ne Mail bekomme wo ich als “echter” Sammler ein Vorkaufsrecht bekomme auf das nächste Collector’s Item nur weil ich mal was von denen gekauft habe, dann rolle ich nur mit den Augen und erzähl denen, dass ich Rum zum Trinken kaufe und nicht zum Sammeln, auch wenn mich immer noch ab und zu die FOMO packt.
Wir (bzw. ich) hatten RX17125 dabei. Für mich einfach eine Granate. Süffig, komplex, wild, einfach geil.
oh ja ![]()
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