Armagnac and Cognac Talk

3x malternative, 2x Laurichesse, 2x Voyer :star_struck:

Alle unfassbar gut…

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Los gehts

Sehr schöne Nase, im Geschmack dann leider etwas flach. Nur 41% und “nur” 24 Jahre Lagerung sind für diesen Baco nicht genug. Schade, da ich die Serie sehr ästhetisch finde. Als Unabhängiger Abfüller sind hier die Preise auch ziemlich hoch. Fürs Regal ist das toll, zum trinken gibt es für den halben Preis deutlich bessere Armagnacs von Pouteou.

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Dafuq…

Enjoy!

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Ich versuch nochmal ein paar Gedanken zum dem Riesen-Crosstasting aus 8x Ladevèze und 4x Hontambère da zu lassen für die Dokumentation. Die Ladeveze hat @BananaJoe besorgt und dienten weiter dazu die “Lost Grapes” zu probieren. Bei manchen Rebsorten hatten wir den Eindruck, dass es auch geschmackliche Gründe gibt, warum man aufgehört hat diese Rebsorten zu verwenden.
Wo es gepasst hat, haben wir noch verglichen mit mitgebrachten Fassproben von Hontambere von unserem Besuch. Diese haben die Ladeveze durch die Bank weg geschlagen, allerdings hinkt der Vergleich an allen Ecken und Enden. Die beiden Domaines stehen an sehr gegensätzlichen Spektren in der Armagnac Welt.

  1. Mauzac Blanc 2023 - 54%
  • floral, medizinisch, ähnlich zu Le Galion
  • braucht definitiv viel mehr Zeit im Fass, so noch sehr unausgereift
  • 65/100
  1. Mauzac Rose 2019 - 54,5% (aus dem Glasballon, kein Fasseinfluss, klare Spirituose)
  • sehr raue, kantige Nase, wie zu erwarten von einem klaren Weinbrand
  • Im Geschmack unerwartet rund und ausgewogen
  • Geht in die Richtung guter weißer Agricoles
  • 80/100
  1. Mauzac Rose 2019 - 53%
  • sehr prägnante Traube und eine undefinierbare Honig/Wachs-Note, die ich auch bei anderen mitteljungen Armagnacs wargenommen habe
  • hintenraus eine leichte Rauchigkeit, ich vermute mehr Alkohol drin als auf dem Etikett beschrieben
    -75/100
  1. Colombard 2016 - 56,5%
  • sehr lieblicher Armagnac, nach genug Luft riecht er leicht parfümiert
  • Im Gaumen dann auch unerwartet floral, Richtung Veilchen oder andere Blumen
  • hintenraus leichte Muffigkeit nach Keller, unsicher ob der noch mehr Lagerung braucht oder schon einen Hauch drüber ist
  • 84/100

4a. Hontambère Colombard 2015 - 60%++

  • eleganter als der Ladeveze, aber ebenfalls diese liebliche Note, fast schon Richtung Honig
  • auch süffiger und runder, es fehlen die Ecken und Kanten des Ladeveze
  • 84/100
  1. Folle Blanche 2016 - 58%
  • sehr untypisch für einen Folle Blanche
  • wirkt sehr reif und lang gelagert
  • Geschmacklich eher ein Auf und Ab wie ein Colombard, kaum klassische Fruchtigkeit vom Folle Blanche zu finden
  • Gefällt mir dennoch sehr gut
  • 85/100

5a. Hontambère Folle Blanche 2020 - 60%++

  • sehr ausdrucksstark, kantig, maskulin
  • hoher Alkohol
  • Ungewöhnliche Kombination, da die Folle Blanches sonst immer fruchtig, elegant daherkommen. Dieser hier kommt mit der Brechstange
  • 84/100
  1. Claret Gascogne (Eratum) 2016 - 57,6%
  • sehr eigener Geschmack, fällt schwer zu beschreiben, viel Hefe und Gäraromen
  • in der Nase noch ok, am Gaumen ist er mir zu alkoholisch bzw. schlecht eingebunden
  • fragwürdige Rebsorte/Abfüllung
  • 60/100
  1. Ugni Blanc 2015 - 55%
  • sehr angenehme Vanille-Note, wie man sie von Rum aus Bourbon-Fässern kennt
  • sehr solider Armagnac, fast untypisch für Ladeveze
  • 85/100

7a. Hontambère Ugni Blanc 2020 - 60%++

  • für mich der Sieger des Abends
  • dezente Vanille, tiefe Fruchtigkeit
  • Super spannende Nase mit vielen Facetten
  • sehr rundes, öliges Mundgefühl - süffig!
  • 90/100
  1. Baco 2015 - 56%
  • leicht trüb, unklar
  • insgesamt sehr schwer zu greifendes Profil, muffiges Holz/Keller, etwas Rosine
  • etwas bitter im Abgang
  • 77/100

8a. Hontambère Baco 2020 - 60%++

  • klarer Stil, wieder ganz anders als der Ladevèze
  • klassische Baco-Frucht mit viel Holz
  • so wie man sich Armagnac vorstellt, evtl etwas langweilig für manche
  • 82/100
  1. Plant de Graisse 2007 - 55%
  • ungewöhnliche süße und schwere Fasslastigkeit
  • sehr ölige Textur, Alterung hat dem Ding gut getan
  • insgesamt etwas runde und ausgewogener
  • 82/100
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Danke für die Klasse Zusammenfassung. Was vllt noch gesagt werden sollte, die Ladevéze brauchen auch jeden Fall ihre Zeit im Glas, die wurden fast alle mit längerer Glaszeit um einiges besser. Als Fazit bleibt für mich auch, dass man merkt, auf welch hohem Niveau bei Hontambere gearbeitet wird und wie amateurhaft (nicht negativ gemeint) Alexandre bei Ladevéze an die Sache herangeht. Es gibt unfassbar gute Abfüllungen bei Ladevéze, aber auch Sachen wo man sich fragt, was soll das? Glaube da ist nicht viel reproduzierbar, hat Alexandre aber ja auch selber gesagt. Und Silvain von Hontambere weiß halt mit jedem Handgriff genau was und wozu er was macht um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Beides hat seine Daseinsberechtigung, wobei mir Ladevéze sympathischer ist.

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Euren Ausführungen sind beide top und ich kann mich dem vollumfänglich anschließen. :wink::+1:t2::hugs:

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Der „Pineau des Charentes Rose“ von POH! Ist traumhaft :star_struck:

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1967er Garreau! Merci à Grégoire!
Urlaub geht zu Ende

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